Hackergruppe “REvil” fordert 70 Millionen US-Dollar Lösegeld in Bitcoin

Hackergruppe “REvil” fordert 70 Millionen US-Dollar Lösegeld in Bitcoin Der Hacker und ehemalige Regierungsangestellte, Shawn Henry, der einst als Chef der National Security Agency (NSA) tätig war, hat im Zuge einer Verleumdungsklage gegen ihn und seine Frau von einem Gericht in San Francisco zu einer Strafe in Höhe von 15.000 US-Dollar verurteilt.

[It’s] ein deutscher Chaos Computer Club (CCC) Mitglied und ein Hacker der sich derzeit in ausländischen Gefängnissen befindet. Das gesamte Geld soll in Bitcoins gezahlt werden, die bei der Bitcoin-Börse MtGox erworben werden können. 30 Millionen Euro sollen für seine Freilassung genommen werden.

REvil legt mit einem massiven Ransomware-Angriff Tausende von Computern lahm. Die Hackergruppe fordert nun 70 Millionen Dollar in Bitcoins.

Dies ist wahrscheinlich einer der größten Ransomware-Angriffe der Geschichte. Das US-amerikanische IT-Unternehmen Kaseya teilte am Freitag mit, dass Hacker sein internes Serviceprogramm VSA mit Ransomware infiziert haben. Dieses System wird von vielen Unternehmen auf der ganzen Welt verwendet, um administrative Aufgaben und Aktualisierungen von Firmencomputern zu koordinieren. Die Angreifer deaktivierten diese Funktionen mit einer Ransomware-Attacke. So blockierten sie zum Beispiel Buchhaltungssysteme und zwangen die schwedische Supermarktkette Coop, vorübergehend 800 Filialen zu schließen. Nach Angaben von Kaseya sind etwa 40 Kunden des US-Unternehmens von dem Problem betroffen. Da sich die Infektion jedoch wie Dominosteine auf externe Geräte ausbreitete, stieg die Zahl der infizierten Unternehmen auf 1.000. Dazu gehören auch deutsche Unternehmen.

Bis Freitag waren die Täter jedoch noch nicht identifiziert. Die Hackergruppe REvil kündigte den Angriff in ihrem Blog an. Darin fordern die Angreifer ein Lösegeld von 70 Millionen Dollar in Bitcoins. Die genaue Herkunft der Hacker ist unklar, aber einige vermuten Russland als Basis der Operationen. Für den Moment: Bislang gab es keine Angriffe auf russischsprachige Unternehmen. Auch die Beteiligung der russischen Regierung ist unklar. Das sagte US-Präsident Joe Biden am Samstag in einer Rede im US-Bundesstaat Michigan:

Die erste Vermutung war, dass es nicht die russische Regierung war, aber wir sind uns immer noch nicht sicher.

US-Präsident Joe Biden über den Ransomware-Angriff Kasey

Daraufhin wies der Präsident mehrere nationale Geheimdienste an, zu ermitteln.

REvil ist wahrscheinlich auch für den Angriff auf die koloniale Pipelineverantwortlich.

Der letzte Hackerangriff liegt noch nicht allzu lange zurück. So sorgten Ende Mai zwei Ransomware-Angriffe für Aufsehen, als REvil zunächst die Computersysteme des brasilianischen Fleischkonzerns JBS und anschließend die größte Benzin-Pipeline in den USA mit Ransomware lahmlegte. In beiden Fällen forderten die Cyberkriminellen Lösegeld in Millionenhöhe in Bitcoin. JBS zahlte knapp 11 Mio. $, und Colonial Pipeline kaufte sich für etwa 4,4 Mio. $ heraus. Im Falle des letzteren gelang es dem FBI schließlich, 63,7 Bitcoins zu beschlagnahmen.

Zusätzlich zu diesen lukrativen Einnahmen verkauft die Hackergruppe auch ihre Dienstleistungen. Zum Beispiel hat REvil ein Partnerprogramm, bei dem Kunden Cyber-Security-Fähigkeiten anwerben können. Die Gauner teilen das Geld unter sich auf. Daher ist es nicht immer klar, wer der wahre Drahtzieher ist.

Laut Spiegel war die Sicherheitslücke bei Kaseya bereits seit längerem bekannt. Der entsprechende Patch wurde jedoch noch nicht veröffentlicht. REvil nutzte die Gelegenheit, um zuzuschlagen. Es bleibt abzuwarten, ob es den Piraten gelingen wird, 70 Millionen Dollar aufzubringen. Medienberichten zufolge hat die Hackergruppe den Transfer inzwischen zugegeben. Daher beträgt der neue Antrag nur 50 Mio. $.

Cybersecurity ist auch das Thema des Monats bei Cryptocompass. Es geht um die Ermittlungsmethoden der Strafverfolgungsbehörden online und im Darknet – und wie die Blockchain-Technologie ihnen dabei hilft.

 

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